Osterbrief

In der digitalen Osterzeitung des Ringeisen-Gymnasiums der St. Josefskongregation wandten sich Schulleiter Andreas Merz und Elternbeiratsvorsitzender Sebastian Lober gemeinsam an die Eltern. Lesen Sie hier eine Kurzfassung des Textes.


Seit nunmehr einem Jahr begleiten uns die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Einschränkungen und Herausforderungen. Für uns alle ist die Pandemie eine Zumutung, sie „geht uns auf die Nerven“ und fordert uns sehr viel ab.

Eine wichtige Grundsatzeinstellung
Mit der Corona-Pandemie erleben wir ein so großes und einschneidendes Ereignis, wie wir es bisher auch in Ansätzen noch nie bewältigen mussten. Daher sollten wir akzeptieren, dass wir in dieser Zeit und auch danach das „Normale“ nicht erreichen können und nicht einfach zur Tagesordnung übergehen können. Auch in der Schule müssen wir uns langfristig auf andere Rahmenbedingungen einstellen.

Sind die Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet?
Oft hängen wir an den bisher gültigen Erfolgskriterien von Schule, die sich überwiegend an den Lehrplaninhalten und den festgestellten Noten orientieren. Tatsächlich werden derzeit nur wenige Noten erhoben. Auch die Lehrplaninhalte werden anders vermittelt. Dies bedeutet aber nicht, dass kein Lernerfolg und kein Wissens- und Kompetenzzuwachs erfolgen. Es werden andere, neue und wichtige Dinge gelernt: Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und digitale Kompetenzen.

Wie geht es weiter?
Alle geben ihr Bestes. Deshalb werden unsere Schülerinnen und Schüler auf kommende Herausforderungen gut vorbereitet sein. Auch hier müssen wir von den traditionellen Indikatoren weggehen. Schon in den vergangenen Jahren rückten Kompetenzen mehr in den Vordergrund, also Fähigkeiten und Methoden, Wissen zu organisieren und so anzuwenden, dass Herausforderungen gemeistert werden können. Dass dazu auch Faktenwissen notwendig ist, ist klar. Hier sind wir auf einem sehr guten Weg.

Wichtige Voraussetzungen: Vertrauen und Gelassenheit
Die Lehrkräfte des Ringeisen-Gymnasiums werden weiterhin alles in ihrer Kraft Stehende tun, um die Schülerinnen und Schüler im Distanz- und im Präsenzunterricht zu fördern. Unsere Unterstützungssysteme (Lernen lernen, Stärkenförderung, Lerncoaches, Individuelle Förderung, Schulseelsorge, Beratungslehrer, pädagogische Betreuer für Unter- und Mittelstufe) werden hier gute Dienste leisten. Dabei ist die Vielfalt der Herangehensweisen im Unterricht und bei der individuellen Unterstützung bedeutsam. Als essentiell erachten wir auch das abgestimmte Handeln zwischen Elternhaus und Schule.

Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben verändert. Diese Veränderung wollen wir selbst gut gestalten. Gemeinsam haben wir im zurückliegenden Jahr sehr viel erreicht. Dies gilt es weiterhin mit Vertrauen und Ruhe fortzuführen. Unsere Schülerinnen und Schüler werden diese Krise bewältigen und Verantwortung übernehmen für sich selbst und durch ihr Handeln auch für andere Menschen. So wird ihr Weg erfolgreich sein.