Orchesterfahrt Azoren 2019

Tag 1: Ursberg – Frankfurt – Santa Maria – Sao Miguel (Flötenregister)

Am Sonntag, den 24.2. fanden wir uns alle pünktlich auf dem Busparkplatz in Ursberg ein. Nachdem endlich alle Koffer und Instrumente verladen waren, konnte die Fahrt zum Frankfurter Flughafen beginnen. Zum Glück dauerte das Warten auf das Boarding nicht all zu lange, da die Luft im Wartebereich denkbar schlecht war. Der Flieger startete etwas verspätet gegen 15 Uhr und verlief recht ruhig, bis auf ein paar Turbulenzen. Dies änderte sich allerdings, als wir 2 misslungene Landeversuche später, auf der Nachbarinsel Santa Marisa landen mussten. Dort saßen wir zwei Stunden lang im windgeschüttelten Flugzeug und wussten nicht, wie und wann es weitergehen würde. Wasser und Süßigkeiten wurden auch immer knapper (Frau Ankners Kekse!). Als wir endlich aus dem Flugzeug durften, wussten wir nicht, ob wir noch am Sonntag auf Sao Miguel ankommen würden. Zuletzt mussten wir nach einem langwierigen Check-in in ein kleineres Flugzeug umstiegen, mit dem wir dann doch noch um 23 Uhr nach Ponta Delgada fliegen konnten.

Tag 2: Ponta Delgada – Stadtrallye – Tabakfabrik (Klarinettenregister)

Unser erster Tag begann nach den kleinen Schwierigkeiten bei der Anreise – das azoreanische Wetter ist schon beim Landeanflug seinem Ruf gerecht geworden – mit einem verspäteten Frühstück um 10 Uhr. Mitglieder unseres Partnerorchesters führten uns anschließend durch Ponta Delgada zum Konservatorium. Dort besichtigten wir den Konzertsaal der Musikschule und genossen eine überraschende Klavierdarbietung und einen musikalischen Vortrag an der Orgel von zwei Schülern des Konservatoriums. Auch unser Maestro Jannetti stellte sein Können unter Beweis. Beim anschließenden Stadtrundgang besuchten wir verschiedene Sehenswürdigkeiten: das ehemalige Stadttor, einige alte Kirchen und Plätze sowie das Hafenbecken. Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zu einer der azoreanischen Tabakfabriken, in der wir die maschinelle Herstellung von Zigaretten und die Produktion handgedrehter Zigarren begutachten. Zum Abendessen kehrten wir ins Centro Pastoral, unsere, Unterkunft, zurück und beendeten das Tagesprogramm mit einer abendlichen Probe. Wir ließen den Tag beim gemütlichen Beisammensein ausklingen.

Tag 3: Teeplantage – Thermalbad – Faschingskonzert (Saxophonregister)

Am Dienstag den 26. 02., um zehn Uhr stoppten wir am Aussichtspunkt „Miradouro de Santa Ira”, um Fotos von der großartigen Landschaft zu schießen.
Nur ein paar Minuten später erreichten wir die Teeplantage. Im Gebäude gab es die Möglichkeit, einen Erklärungsfilm über die Plantage und Zubereitung anzusehen, die Maschinen zu besichtigen und auch den Tee zu probieren, der dort geerntet und verarbeitet wird. Unser Bläserensemble spielte ein paar Stücke zur Unterhaltung. Um zwölf Uhr waren wir am „Pico do ferro“, einem weiteren Aussichts- und Fotopunkt. Von dort aus, hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Furchnachsee.
Danach ging es weiter zu den heißen Quellen in Furnas, mit deren aufsteigenden Schwefel-Dämpfen. Nach einer kurzen Besichtigung fuhren wir weiter Richtung Thermalbad „Poca da Beíja“. In den vier verschiedenen Thermalbecken konnten wir bei 39° Wassertemperatur und Sonnenschein baden gehen und uns entspannen.
Nach dem Abendessen besuchten wir das Faschingskonzert im Musikobservatoriums. Es traten verschiedene Gruppen auf, von Singen, Tanzen und Spielen war alles dabei. Auch unser Bläserensemble durfte die Stücke “los americanos” und “celebration” vortragen. Am Ende des Konzerts wurden wir auf die Bühne geholt und tanzten zusammen mit den Azoranern, zu einem portugiesischen Lied.

Tag 7: Lagoa – Ponta Delgada – Soundpainting (Schlagzeugregister)

Samstag war unser letzter Tag auf den Azoren. Als Abschluss war das Whale-Watching vormittags geplant. Also liefen wir runter zum Hafen, doch leider mussten wir erfahren, dass das Wetter uns dazwischen gekommen ist und der Wind zu stark und die Wellen zu hoch waren. Als Alternative gingen die Lehrer mit uns in eine Keramikfabrik, was die Schüler jedoch nicht so begeistern konnte, wie es das Whale-Watching getan hätte. Mittags kamen wir dann wieder in der Herberge an und hatten noch etwas Freizeit. Nachmittags bekamen wir Schüler einen Einführungskurs im Soundpainting. Hierbei war große Konzentration gefragt, da wir auf die Zeichen des azoreanischen Dirigenten, die wir nur wenige Minuten zuvor das erste mal sahen, achten mussten. Es war ein kreatives Zusammenspielen, da keiner Noten vorgelegt bekam. D.h. es klang oftmals ziemlich schief, da jeder den Ton spielen durfte, den er wollte. Das azoreanische Orchester war auch dabei, und mit ihm, spielten wir nach dem Crashkurs ein kleines Konzert für unsere Lehrer und die Eltern der Azoreaner, und zeigten ihnen unser neu erlangtes “Können”. Nach dem Konzert gab es noch eine kleine Aftershowparty als Abschied für uns. Wir aßen zusammen mit den Azoreanern und unterhielten uns noch ein wenig. Zurück in der Herberge saßen wir dann noch etwas beisammen, bevor wir um 23Uhr ins Bett mussten, da es am nächsten Morgen ja schon früh zum Flughafen ging.