BIG DATA – Was passiert mit unseren Daten?

Ein Riss geht durch unsere Gesellschaft. Mit diesem Bild von der Spaltung der Gesellschaft in einen digitalen und einen analogen Teil konfrontierte der Medienexperte Matthias Lange seine Zuhörer. Herr Lange sprach auf Initiative der Fachschaft Sozialkunde vor den Schülern der 6. und der 9. Jahrgangsstufe des Ringeisen-Gymnasiums der St. Josefskongregation und damit einem Personenkreis, für den die Digitalisierung eine Selbstverständlichkeit ist. Der Referent ist gelernter Journalist, der nach diversen journalistischen Tätigkeiten, auch als Chefredakteur bei Computerzeitschriften, aktuell als Blogger arbeitet.

In einem knappen historischen Überblick setze er den Beginn der Digitalisierung in seinem Ausmaß mit der Erfindung des Buchdrucks gleich. Beispielhaft für die Entwicklung führte er die Kosten eines Gigabytespeichers an, die sich von 438.000$ 1980 auf 0$ 2017 reduzierten. Versuchte man sich vor 20 Jahren noch aufwändig und oft erfolglos mithilfe von Büchern zu informieren, laufe die Informationsbeschaffung heute einfach über das Internet. Dies stelle die Nutzer vor zwei große Herausforderungen: Wie kann ich die Unmengen von Daten, die mir zur Verfügung stehen, strukturieren und das für mich Wichtige herausfiltern und wie erkenne ich Fake News? Vor allem Letzteres erläuterte und veranschaulichte Lange anhand vieler Beispiele, auch aus der Alltagswelt der Schüler. Er verwies auf die Webseiten Faktenfinder und ZDDK, mit deren Hilfe Fakenews identifiziert werden könnten. Die kostenlos zur Verfügung gestellten Netzwerke seien aber nicht nur für Hetzer, Mobber oder Personen, die Bilder kopieren und für eigene Zwecke verändern, interessant. Facebook, Google und Co ließen sich ihre kostenlosen Dienste mit Daten bezahlen, so dass eine individuell auf jede Person zugeschnittene Werbung und Aufforderung zum Kauf möglich sei. Nicht von ungefähr investierte Zuckerberg 18 Milliarden Dollar in den Kauf von WhatsApp. Der Referent verwies auf alternative Messenger wie Threema oder Signal, bei denen unsere privaten Daten deutlich sicherer wären.

Ein Leben ohne Smartphone, ohne Internet, ohne Online-Plattformen könne sich unsere jüngere Generation kaum vorstellen. Smartphone bedeute Zugang zum Internet, „Freunde, Supermarkt und Sprachassistenten in der Hosentasche“. Oft wird dabei vergessen, dass unser Smartphone nicht ein einfaches Telefon ist, sondern ein vollwertiger PC, mit dem man umgehen können sollte.

Dem Referenten gelang es mit seiner lockeren Art und saloppen Ausdrucksweise die Aufmerksamkeit und das Interesse der SchülerInnen für die Probleme und Gefahren der Digitalisierung zu wecken und ihnen Hilfestellungen beim sicheren Zurechtfinden im Datenberg des 21. Jahrhunderts mit an die Hand zu geben.

Quelle: “https://s.hdnux.com/photos/62/31/74/13213454/3/920×920.jpg”

 

Quelle: “https://i.kinja-img.com/gawker-media/image/upload/s—pIbd0Q_–/c_fill,f_auto,fl_progressive,g_center,h_675,q_80,w_1200/fjtpzkdhxe2aohbyjnh4.jpg”

 

Putin beim Syriengipfel. Welches Bild ist gefakt? Lösung siehe unten!

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Dieses Bild ist nicht gefakt und zeigt (von links) den Regionalbeauftragten der Hanns-Seidel-Stiftung, Hans Joas, den Referenten von redaktion42, Matthias Lange, die Fachbetreuerin für Sozialkunde, Paula Gärtner, sowie den stellvertretenden Schulleiter, Christian Pagel.