Elektra – Kellertheater des Ringeisen-Gymnasiums zeigt Tragödie zwischen Rache und Schicksal

Elektra – Kellertheater des Ringeisen-Gymnasiums zeigt Tragödie zwischen Rache und Schicksal 

Mit der Elektra von Teresa Sperling inszeniert das Kellertheater ein Bühnenstück, das unter die Haut geht und Zuschauern wie Schauspielern einiges abverlangt. Damit zeigen die Ursberger Schülerinnen und Schüler, dass sie auch schwierige Stücke umsetzen können. 

Der Theaterkurs unter der Leitung von Frau Mehr hat im Kellertheater das Stück Elektra aufgeführt. Dabei handelt es sich um eine antike griechische Tragödie in der es um schwere Themen wie Mord, Trauer, Gewalt, Schuld und das Schicksal geht.  Sie wurde vor allem durch die Version von Sophokles und die spätere Bearbeitung von Hugo von Hoffmannsthal und die Oper von Richard Strauss bekannt gemacht.

Die von Teresa Sperling bearbeitete Handlung spielt im Königspalast von Mykene. Im Mittelpunkt dieser steht Elektra, die Tochter des Königs Agamemnon. Nachdem ihr Vater von ihrer Mutter Klytämnestra und deren Geliebtem Ägisth ermordet wurde, muss Elektra weiterhin mit ihnen im selben Haus leben.

Sie wird schlecht behandelt und fühlt sich wie eine Sklavin. Elektra ist voller Trauer und Hass und denkt fast nur noch an Rache. Ihre Schwester Chrysothemis versucht sich anzupassen und Elektra zur Vernunft zurückzubringen. Elekta wartet von Rache besessen auf die Rückkehr ihres Bruders Orest, welcher nach dem Mord ins Exil geschickt wurde, doch er verstarb längst in einem Kampf. Das starke Verlangen nach Rache macht alles nur schlimmer und treibt Elektra immer weiter in den Wahnsinn.

Sie entschließt ihren Vater nun allein zu rächen und ermordet ihre Mutter, daraufhin flieht Ägisth und Elektra und ihre Schwester bleiben allein zurück. Allerdings lässt der Mord Elektra nicht besser fühlen und sie verbleibt in Leere.  

Eine besondere Idee der Inszenierung war, dass Elektra von fünf verschiedenen Schauspielerinnen gespielt wurde. Dadurch wurden ihre unterschiedlichen Gefühle und Gedanken sichtbar. Zusätzlich gab es symbolische Figuren wie „Der Wahnsinn" und „Die Weise", die Elektras inneren Kampf dargestellt haben. Für die Schauspielerinnen und Schauspieler war das Stück sehr anspruchsvoll, da viel Emotion und Konzentration gefordert waren. Auch für das Publikum war die Aufführung nicht leicht. Die Stimmung war sehr düster und die dargestellte Gewalt sowie die psychische Grausamkeit waren teilweise schwer auszuhalten. Trotzdem passte diese Härte gut zur Tragödie und machte die Botschaft des Stücks deutlich. Am Ende zeigt das Stück, dass Rache keine Lösung bietet, sondern Schuld, Gewalt und inneren Schmerz nur weiter verstärkt. 

Text: Luca Schmid/Bilder: Sebastian Eberle

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