Wissenschaftswoche am Ringeisen-Gymnasium greift ernste Themen auf

Wissenschaftswoche am Ringeisen-Gymnasium greift ernste Themen auf

Im Rahmen der Wissenschaftswoche haben Schülerinnen und Schüler des Ringeisen-Gymnasiums in den verschiedenen Fächern Aspekte zum Leitthema „Zukunft“ nach wissenschaftlichen Kriterien erarbeitet und einer Jury vorgestellt.

Wie weit geht die menschliche Selbstbestimmung? Schließt sie auch die Verfügung über den Zeitpunkt des Todes mit ein? Wenn wir ein Recht auf Leben haben, haben wir dann auch ein Recht auf den Tod? Und dürfen Menschen anderen Menschen dabei helfen, ihrem Leben ein Ende zu setzen? Wenn ja, unter welchen Bedingungen ist ein assistierter Suizid ethisch vertretbar?

Mit solchen Fragen beschäftigte sich eine Gruppe Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Ringeisen-Gymnasiums im Rahmen der Wissenschaftswoche. Ihr Vortrag mit Interviews von Betroffenen ging unter die Haut. Aber nicht nur emotional konnte das Team die Jury überzeugen – auch was die Arbeitsweise betrifft, punkteten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung ihres Religionslehrer Pater Christian Hamberger mit Gründlichkeit und differenzierten Gedanken sowie sauberer wissenschaftlicher Methodik.

Neben dem Siegerbeitrag überzeugten auch Teams, die sich im Rahmen des Fachs Physik mit verschiedenen Speichersystemen von Energie oder in Chemie mit dem Potential von grünem Wasserstoff als Brennstoff der Zukunft auseinandergesetzt hatten. Eine Gruppe Schülerinnen hatte sich zum Ziel gesetzt, anhand historischer Beispiele, in denen Demokratien gescheitert sind, oder sich Herausforderungen durch Terrorismus stellen mussten, Lehren für den Erhalt der Demokratie zu ziehen.  

Auch in diesem Jahr zeigten die Schülerinnen und Schüler in der Wissenschaftswoche, dass sie in den verschiedenen Fächern von Sport über Musik, den Natur- und Geisteswissenschaften sowie den Sprachen zum Leitthema „Zukunft“ eine enorme Bandbreite an Projekten und Themen bearbeiten können. Unterstützt und begleitet von ihren Lehrkräften präsentierten die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse auf Plakaten oder in Vorträgen einer dreiköpfigen Jury aus den ehemaligen Schülerinnen und Schülern Dr. Elisabeth Prestele, Diplom-Psychologin von der Universität Landau, der Wirtschaftsinformatiker Dr. Sebastian Schmid von der Universität Bayreuth sowie Schulleiter Andreas Merz, die die jeweiligen Projekte sowohl inhaltlich als auch den Vortrag und die wissenschaftliche Arbeitsweise bewerteten und Punkte vergaben.

„Das Feld war extrem eng“, stellte Anja Schmid, Koordinatorin der Wissenschaftswoche am Ringeisen-Gymnasium angesichts der Jurybewertungen fest. Das zeige, dass alle Teams intensiv gearbeitet hätten. Letztlich entschieden subjektive Eindrücke über die finale Platzierung. Sie dankte allen Schülerinnen und Schülern sowie den betreuenden Lehrkräften für ihr Engagement.

Text: Stefan Reinbold/Bilder: Stefan Reinbold, Emin Belakhal

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