Landrat Hans Reichhart besucht das Ringeisen-Gymnasium am Tag der Freien Schulen
Landrat Hans Reichhart besucht das Ringeisen-Gymnasium am Tag der Freien Schulen
Kommunalpolitik einmal ganz nah erleben und dem Landrat persönliche Fragen stellen – das war am Tag der Freien Schulen am Ringeisen-Gymnasium in Ursberg für die 11. Jahrgangsstufe möglich.
Die Kommunalwahlen in Bayern stehen kurz bevor und der Landrat im Kreis Günzburg, Hans Reichhart, lässt es sich nicht nehmen, die elfte Jahrgangsstufe des Ringeisen-Gymnasiums am “Tag der Freien Schulen” zu besuchen. Dieser Termin soll den freien Schulen ermöglichen, mit der Kommunalpolitik ins Gespräch zu kommen und dabei sichtbar zu machen, wie vielfältig Bildung in freier Trägerschaft ist und wichtig dieses Angebot im Bildungssystem ist.
Mehr als eine Stunde lang stellte sich Landrat Reichhart für eine spannende und aufschlussreiche Frage-Antwort-Runde zu Verfügung. Hierbei ging er stets mit der nötigen Transparenz und Nähe auf die Fragen der Schülerschaft ein und erklärte verschiedenste Abläufe und Ziele eines Landratsamtes. „Wir kümmern uns um alles, was das tägliche Leben betrifft“, beginnt Reichhart, während er auf diverse Errungenschaften im Landkreis Günzburg eingeht.
Die Anschaffung eines neuen Rettungswagens für die Kreisklinik Krumbach sowie die in Kürze vollständig abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten infolge der Hochwasserkatastrophe vor zwei Jahren seien Beispiele für die erfolgreiche Arbeit des Landkreises. Des Weiteren formulierte er auch die nächsten Ziele. So soll der Status Günzburgs als Forschungszentrum auf eine neue Ebene gehoben werden, nachdem das Atomkraftwerk in Gundremmingen abgebaut worden ist. Außerdem setze er sich für eine Abteilung für Menschen mit Behinderung im Krumbacher Krankenhaus ein, um ihnen die Behandlung zu ermöglichen, die sie benötigen.


Schwierigkeiten bereite es zunehmend, Informationen des Landkreises an die Gesellschaft zu vermitteln, sofern es sich nicht um einen Skandal handele. Hetze und Desinformation verbreiteten sich im Vergleich zu Umfragen und lokalen Nachrichten viel schneller und besser, was zu einer verringerten Bürgerbeteiligung führe, die es doch eigentlich zu fördern gelte. Eine Lösung für das Problem sei bislang noch nicht gefunden, so Reichhart.
Nach einem ausführlichen und informativen Austausch über die Politik im Landkreis Günzburg kam Reichhart nicht umhin, auch über sein Privatleben und die Balance zwischen Arbeit und Familie Auskunft zu geben. Als zweifacher Familienvater sei es nicht immer einfach, dennoch werde im Hause Reichhart viel Wert auf die gemeinsame Familienzeit am Morgen gelegt. Um jedoch qualitativ hochwertige Zeit miteinander zu verbringen, biete sich eher ein Urlaub an, denn ein Spaziergang durch seinen Heimatort Jettingen, oder ein Nachmittag bei einer Schulveranstaltung gerate schnell zu einem geschäftlichen Termin.
Hans Reichhart gefällt die Arbeit als Landrat und in der Politik sehr. Das Gespräch mit Mitbürgern und das aktive Beitragen zur Veränderung und Verbesserung des alltäglichen Lebens inspirierten ihn. Er hoffe daher auf eine Wiederwahl bei den Kommunalwahlen. Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen.
Text: Adina Miller/Fotos: Viktoria Denk

