Schullandheim in Bad Urach
Zwischen Kletterseilen, Ruinensteinen und Urzeitmonstern
Zu Beginn der Fahrtenwoche 2026 machten sich 53 Mädels und Jungs mit ihren vier Lehrern auf den Weg auf die Schwäbische Alb. Bereits die Busfahrt war besonders, da sich die Welt in malerischer Nebelkulisse zeigte.
Der erste Stopp wurde dann schon vor Bad Urach, am Klettergarten bei Schloss Lichtenstein, eingelegt. Ganz anders als zu vermuten wäre, waren die Schüler hier nicht jeder für sich unterwegs, sondern die Ängstlicheren wurden von den Mutigeren motiviert und Kletteranfänger bekamen Tipps von erfahrenen Kletterwaldbesuchern. Erschien eine Aufgabe zu schwierig, wartete man und half einander. Schon hier war die Idee hinter dem Schullandheim zu sehen: Aus einzelnen Schülern wird eine Gruppe, die füreinander Verantwortung übernimmt. Nachdem die Weiterfahrt zum Schullandheim überstanden war, konnten die Betten überzogen und gemeinsam zu Abend gegessen werden. Der erste Abend wurde in den jeweiligen Klassen verbracht.


Der zweite Tag stellte die Ausflugsgruppe vor eine zu Beginn schier unüberwindbar anmutende Aufgabe. Die hoch über der Stadt ragende Ruine Hohenurach sollte erkundet werden. Nach einem Aufstieg von etwa zwei Stunden war es so weit – das ehemalige Staatsgefängnis aus dem 16. Jahrhundert konnte aus der Nähe begutachtet werden und die weite Sicht begeisterte alle. Damit war aber noch nicht Schluss. Alle wollten noch den Uracher Wasserfall bestaunen und so ging es weiter. Leider war der Wasserfall fast ausgetrocknet und die Schüler mussten sich mit dem noch übrigen Bach auf dem oberen Plateau zufriedengeben. Trotzdem gab es kein Murren, wie auch schon den ganzen Tag nicht, und es wurde das Beste aus der Situation gemacht. Nach dem Rückweg und einer kurzen Pause ging es für die Gruppe in die Altstadt von Bad Urach, wo in Kleingruppen nach Herzenslust geshoppt werden konnte. Auch dieser Tag hat gezeigt, wie gut alles funktioniert, wenn man zusammenhält – denn auch wenn die Ruine am Anfang unerreichbar schien, so konnten am Ende doch alle gemeinsam den einzigartigen Ausblick genießen.


Am Tag der Heimreise ging es nach Holzmaden in das Urzeitmuseum und den Schiefersteinbruch. Die Schüler waren nicht nur von der Ausstellung und ihren eigenen Ausgrabungsfunden begeistert, sondern auch von einem ganz besonderen Highlight: Der SWR war an beiden Standorten zu Gast, um eine Reportage über die Freizeitregion zu drehen und unsere Schüler durften mittendrin sein – gefilmt werden, Interviews geben und für dreißig Sekunden Fernsehsternchen sein. Eine ganz besondere Erfahrung, die man ihnen nicht mehr nehmen kann.
So gingen drei wunderschöne Tage als Gruppe viel zu schnell vorbei, in denen man zwischen Kletterseilen, Ruinensteinen und Urzeitmonstern neue Freundschaften knüpfen und bereits bestehende festigen konnte.
