Neuer Rekord: Ringeisen-Gymnasium erlöst 26 000 Euro aus dem Adventsbasar

Neuer Rekord: Ringeisen-Gymnasium erlöst 26 000 Euro aus dem Adventsbasar

 

Erneut kann das Ringeisen-Gymnasium mit seinem Adventsbasar einen Rekord vermelden. 26 000 Euro können dieses Mal an Hilfsorganisationen aus der Region und der ganzen Welt gespendet werden.

Erneut hat das Ringeisen-Gymnasium mit dem Adventsbasar eine Rekordsumme erzielt. Insgesamt können 26 000 Euro an Spenden an verschiedene Hilfsprojekte aus der Region und der ganzen Welt ausbezahlt werden.

Die Übergabe der Spenden fand traditionell im Rahmen einer kleinen Feier in der Cafeteria des Ringeisen-Gymnasiums statt, bei der die Empfänger der Gelder und Vertreter der verschiedenen Hilfsorganisationen und Vereine kurz über ihre Projekte und Neuigkeiten berichteten. Der Adventsbasar sei „einer der schönsten Termine im Schuljahr“, betonte Schulleiter Andreas Merz in seiner Eröffnungsrede. Er zeige, „was Tolles am Ringeisen-Gymnasium geleistet“ werde. Der Basar sei „etwas Besonderes, etwas Positives“, so Merz. „Da gehören Sie dazu“, wandte er sich an die Anwesenden. „Sie unterstützen mit ihre Einsatz Menschen in Not.“ Merz vergaß auch nicht die Unterstützungsleistung der Eltern hervorzuheben, die im Vorfeld des Basars basteln, backen, Deko besorgen und auch beim Basar durch Einkäufe einen großen Teil der erzielten Überschüsse mit erwirken. „Ohne unsere Eltern wären wir chancenlos“, bekannte der Schulleiter freimütig. Aber auch die Lehrerinnen und Lehrer, die Mitarbeiter der Schule, etwa im Reinigungsteam, und nicht zuletzt die Schülerinnen und Schüler sorgten mit ihrem Einsatz für das Gelingen des Adventsbasars.

Da der Kreis der Spendenempfänger in den vergangenen Jahren gewachsen ist, hat sich das Ringeisen-Gymnasium dazu entschlossen, jährlich nur einen Teil der zahlreichen Projekte mit Spenden zu bedenken, da dann die Summe im Einzelnen größer ist.

In diesem Jahr erhielten insgesamt acht verschiedene Hilfsangebote jeweils 3250 Euro. Dr. Anneliese Hösch von der Hospizinitiative Krumbach dankte für die großzügige Spende. Davon werde die Ausbildung zu Hospizbegleitern mitfinanziert. Der Verein bietet neben der Hospizbegleitung durch inzwischen rund 70 Ehrenamtliche auch eine Trauerbegleitung an. Hier soll das bestehende Angebot ausgeweitet werden. Der Bedarf und die Nachfrage seien enorm. Da sich in der Hospiz- und Palliativmedizin zunehmend der Blick auch auf Demenzkranke richtet, machte Hösch auf die Vorführung des Films „Supernova“ im Cinepark in Krumbach am 18. März um 18 Uhr aufmerksam. Der Film zeige sehr anschaulich, wie wichtig Kommunikation und gemeinsame Erinnerungen an das gemeinsame Leben, das man gelebt habe, seien.

Relativ neu im Kreis der Spendenempfänger ist der 2019 gegründete Verein Niger-Partnerschaft Ursberg, der durch Sr. Marinne Rauner, Generalökonomin der St. Josefskongregation, und Sylvia Mayer, der Vereinsvorsitzenden, vertreten wurde. Der Verein, so Mayer, unterstütze Menschen mit Behinderung und deren Familien im Niger, einem der ärmsten Länder der Welt. Hier gehe es in erster Linie um Hilfe zur Selbsthilfe, was vor allem Investitionen in Bildung beinhalte. So wurden bereits Jugendliche bei der Berufsausbildung finanziell unterstützt oder deren Schule mit Solarzellen ausgestattet. Auch ein Auto wurde gestiftet, um Schulkinder zur Schule zu bringen. Wichtig sei dem Verein auch die Prävention, daher würden auch Operationen bei bestimmten Behinderungen, wie Hydrocephalus oder Spina bifida, bezahlt. Ohne diese Eingriffe würden die betroffenen Menschen unter schwersten Behinderungen leiden. Der Verein kann durchaus auf Erfolge verweisen. So erzielte eine blinde Schülerin, die unterstützt wird, einen der besten Abschlüsse der Schule.  

Schon seit vielen Jahren wird der Verein, der die Angkor-Thom Junior-High-School in Kambodscha finanziell und mit Tatkraft unterstützt, vom Ringeisen-Gymnasium bedacht. Die beiden Gründer, Gerlinde und Dr. Siegfried Zinkeisen, waren verhindert und wurden von dem neuen Vorstandsmitglied des Vereins, Alexander Reiter vertreten. Er verwies mit Blick auf das relativ junge Durchschnittsalter der Kambodschaner, wie wichtig Bildung sei. Auch seinem Verein gehe es in erster Linie um Hilfe zur Selbsthilfe. Viele Schüler und Schülerinnen, die die Schule abgeschlossen hätte, könnten inzwischen mit ihrem Einkommen eine Familie ernähren. So arbeite eine Schülerin als Architektin, ein anderer Schüler habe inzwischen einen eigenen Laden eröffnet, manche kommen auch als Lehrerinnen und Lehrer an die Schule zurück. Stolz zeigte sich Reiter auf den eigenen Garten der Schule, aus dessen Ertrag inzwischen bis zu 80 Prozent des Gemüsebedarfs der Schule – dort leben auch Halb- und Vollwaisen und müssen versorgt werden – gedeckt würden. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch die Anschaffung eines neuen elektrischen Reiskochers, mit dem etwa eine Tonne Reis pro Jahr gespart werden könne, weil im Gegensatz zum gasbetriebenen Kocher kein Reis mehr anbrennt. Zudem wurde ein eigener IT-Lehrer angestellt. Ferner müssten Matratzen im Wohnbereich ausgetauscht werden und es steht eine Erweiterung der PV-Anlage an. Reiter dankte für die Spende. „Das zeigt, dass soziales Engagement am Ringeisen-Gymnasium wichtig ist.“

Bereits ein alter Bekannter im Kreis der Spendenempfänger ist der Verein Alba Iulia – Hilfe für Rumänien. Vorsitzender Anton Böck zitierte aus dem Dankbrief von Schwester Maria Hausner, die händeringend nach zusätzlichen Arbeitskräften suche. Böck berichtete außerdem von der Fahrt nach Rumänien an Weihnachten, bei der Geschenkpäckchen für Senioren mitgebracht wurden. Im Sommer sei wieder eine große Fahrt mit dem Hilfs-LKW geplant.

Pater Jinto Thomas aus Thannhausen berichtete über ein Hilfsprojekt in seiner Heimat Indien, wo seine Ordensgemeinschaft eine Schule und ein Kinderheim betreiben. Etwa 450 Kinder lebten dort, die mit Essen, Kleidung und anderen Dingen des täglichen Bedarfs versorgt würden. Immer wieder würden an dem Gebäude Renovierungsarbeiten anfallen, die erledigt werden müssten. Pater Jinto Thomas dankte für den Betrag, den er bei einer Reise mit einer Gruppe aus der Region bereits übermittelt habe.

Vom Zentrum Ubiri in Tansania berichtete Christine Fischer. Hier unterstützen die Ursberger Pfarrer James Kumbasa, der eine verwaiste Kirche samt Pfarrhaus übernommen hat und hier eine Gemeinde wieder aufbaut. Im vergangenen Jahr seien aufgrund einer Dürre Nahrung und Wasser knapp geworden, was zu erhöhten Kosten geführt habe. Die Hilfe komme daher zur rechten Zeit.

Auf der Fazenda de La Esperanza in Dean Funes, Argentinien, werden Jugendliche betreut, die Probleme mit Alkohol- oder Drogensucht haben. Derzeit leben in einem aufgelassenen Dorf zwischen 100 und 120 Jugendliche und junge Erwachsene. Durch Gemeinschaft, Spiritualität und Selbstreflexion sollen die Betroffenen innerhalb eines Jahres von ihrer Sucht geheilt und für ein selbstständiges Leben fit für den Alltag gemacht werden. Die Erfolgsquote ist mit 80 Prozent sehr hoch, so Gärtner, aber auch die Nachfrage gewaltig. Die dort lebenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen bestreiten ihren Lebensunterhalt vorwiegend durch Selbstversorgung. Im Zuge dessen seien im vergangenen Jahr die bestehende Gartenanlage vergrößert worden sowie zwei weitere Gewächshäuser errichtet worden. Zudem wurde der Bestand an Haustieren, die für die Fleischversorgung wichtig sind, vergrößert und auch der Speisesaal ist gewachsen.

Adrian Atzkern und Simon Fischer dankten als Schülersprecher im Namen der Schule allen Spendenempfängern für die vor Ort geleistete Arbeit. „Sie sind diejenigen, die mit dem Geld etwas bewirken“, so Atzkern. 

Text/Fotos: Stefan Reinbold

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